
Das bundesweit einzigartige Pilotprojekt zur Arbeitszeiterfassung an Schulen erhält Zuspruch: Nach mehreren Pilotschulen in Bremen, steigen nun auch Schulen aus Bremerhaven ein. Damit wird das Vorhaben, ab dem Schuljahr 2026/27 ein praxistaugliches System zur Erfassung der Arbeitszeit im Schulalltag zu erproben, landesweit umgesetzt.
21.11.2025
Bremen
Pressemeldung
Bremer Senator für Kinder und Bildung
Ziel des Projekts ist es, ein transparentes Modell zu schaffen, das langfristig den Weg weisen könnte, wie Arbeitszeit an Schulen in ganz Deutschland organisiert werden könnte.
Kinder- und Bildungssenator Mark Rackles begrüßte die Ausweitung der Schulen und die Zusammenarbeit mit der Seestadt: „Ich freue mich sehr, dass wir die Basis der Pilotschulen jetzt auf zehn ausweiten und dabei auch Bremerhaven mit einbinden können. Mit den zusätzlichen Schulen aus Bremen und Bremerhaven wächst unser Vorhaben an ein echtes Landesprojekt heran, das noch besser die Vielfalt der Tätigkeitsschwerpunkte und Zeitsysteme abbilden kann kommunalen Partnerinnen und Partnern. Der Vergleich unterschiedlicher Schulstrukturen liefert wertvolle Erkenntnisse für ein realistisches Modell, von dem am Ende auch andere Bundesländer profitieren können.“
Hauke Hilz hat sich mit Senator Rackles unter Beteiligung des Personalamts Bremerhavens auf eine Teilnahme am Projekt verständigt: „An einem gut vorbereiteten Projekt zur Arbeitszeiterfassung beteiligt sich der Magistrat natürlich. Dabei ist die Besonderheit, dass der Magistrat Bremerhaven Anstellungsträger der hiesigen Lehrkräfte ist, im Vergleich zu anderen Ländern eine ungleich größere Herausforderung Schulzentrums Carl von Ossietzky zur Teilnahme an dem Pilotprojekt bereiterklärt, denn das Modell der eigenständigen Oberstufe existiert im Land Bremen nur in der Stadt Bremerhaven.
Das Projekt zur Lehrkräftearbeitszeiterfassung gliedert sich in drei Phasen: Vorbereitungsphase (bis 31. Juli 2026), Pilotphase (1. August 2026 – 31. Juli 2027) und Evaluationsphase (ab 1. August 2027). In der Vorbereitungsphase werden bis Juli 2026 die grundlegenden Rahmenbedingungen des Piloten und die technische Umsetzung entwickelt.
Zu den bisher teilnehmenden Schulen zählen bisher:
- Grundschule Sodenmatt
- Oberschule Lerchenstraße
- Gymnasiumshorn
- Paul-Goldschmidt-Schule
- Schulzentrum Grenzstraße
- Willkommensschule Ellmerstraße
Neu dabei:
- Schulzentrum Carl-von-Ossietzky (Bremerhaven)
- Schule Burglesum (in Gründung)
Die Teilnahme einer bzw. zwei weiterer Schulen befindet sich noch in Planung.
Mit der Aufnahme Bremerhavens in den Prozess wird das Vorhaben nun landesweit abgestimmt vorbereitet.
Die beteiligten Verwaltungen und Schulen werden ihre Erfahrungen und Erkenntnisse eng abstimmen und fortlaufend austauschen. Dies ermöglicht nicht nur eine fundierte Evaluation der praktischen Umsetzung, sondern schafft auch eine belastbare Grundlage dafür, das Modell später nach Abschluss des Pilotprojekts auf die Fläche und gegebenenfalls andere Kommunen zu übertragen. Die Beteiligung Bremerhavens ist dabei besonders wichtig: Nur bei der Erprobung in beiden Systemen können die spezifischen organisatorischen Unterschiede berücksichtigt werden.
Auf Bundesebene wurde in Kooperation mit der Deutschen Telekom Stiftung ein länderübergreifendes Austauschforum eingerichtet, an dem sich mehrere Bundesländer beteiligen. Das erste Treffen auf Staatssekretärsebene ist für Dezember 2025 geplant; Parallel startet eine zweite Ebene für Fachreferentinnen und Fachreferenten sowie Projektleitungen.
