
„Wenn zwei sich streiten, braucht es eine Instanz, die sachlich einordnet“, erklärt die GEW-Landesvorsitzende Ulrike von Malottki und bezieht sich auf einen aktuellen Streit zwischen dem Verband VBE und der Bildungsministerin. Der VBE nahm den Stellenplan des jüngst verabschiedeten Landeshaushalts als Grundlage einer Kritik.
22.12.2025
Mecklenburg-Vorpommern
Pressemeldung
GEW Mecklenburg-Vorpommern
Laut dem Stellenplan werden in den nächsten zwei Jahren Stellen im Grundschulbereich wegfallen. Die Bildungsministerin kontert und verweist auf „Rekordeinstellungen“. Dazu erklärt Ulrike von Malottki: „Im Prinzip haben beide Rechte und auch wieder nicht. Diese Zahlen schwanken abhängig von den Kinderzahlen immer. Deshalb ist die eigentliche Stellschraube die Unterrichtsversorgung in Bezug auf die Schülerzahlen. Und so sind Rekordeinstellungen dann keine, wenn der Unterricht wie immer abgedeckt wird – und das ist – auch aus Sicht der GEW unzureichend. Klassen- und Kurszusammenlegungen, Stillarbeit und damit einhergehende Mehrarbeit für Lehrkräfte werden verhindert. Es wäre daher wichtig, dass das Land die sinkenden Kinderzahlen jetzt endlich zum Anlass nimmt und diesen Schritt geht. Dass die Thematik komplex ist, weiß die Gewerkschafterin: „Deshalb machen wir als Bildungsgewerkschaft uns es nicht leicht und sehen bei den zahlreichen Positivmeldungen aus dem Bildungsministerium lieber einmal genauer hin.“
