Was Selbstregulierung mit Potenzialentwicklung zu tun hat

Die Karg-Stiftung ermöglicht Expertise zur Bedeutung der Exekutiven Funktionen in der Begabtenförderung. Wenn in Kitas und Schulen die neue Woche beginnt, eröffnen sich für Kinder und Jugendliche wieder vielfältige Chancen, ihre Ideen einzubringen, Interessen weiterzuverfolgen und anstehende Lernaufgaben aktiv zu gestalten.


11.12.2025

Bundesweit

Pressemeldung

Karg-Stiftung


  • © Karg Stiftung

    In der Publikation finden sich sowohl die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Thema als auch Handlungsempfehlungen für Fachkräfte.

ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen, Universität Ulm, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III mit der Umsetzung beauftragt.

In der Publikation finden sich sowohl die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Thema als auch Handlungsempfehlungen für Fachkräfte. So kann Wissen mit Handeln verbunden werden, was sowohl den Fachkräften als auch den zu Fördernden zugutekommt. Die Expertise steht ab sofort als kostenfreie Open-Access-Publikation im Karg Fachportal Hochbegabung der Karg-Stiftung zum Download zur Verfügung.

Inhalt der Expertise

Im Fokus der Expertise stehen zentrale kognitive Steuerungsprozesse wie Arbeitsgedächtnis, Impulskontrolle und kognitive Flexibilität, die für die Potenzialentfaltung hochbegabter Kinder und Jugendlicher von Bedeutung sind. Ziel der Autorinnen Dr. Carmen Hofmann, Anna M. Stegmüller und Laura M. Walk ist es, auf Basis aktueller Forschungsergebnisse darzustellen, wie die EF die Entwicklung und das Ausschöpfen intellektueller Begabungen beeinflussen und wie gezielte Förderung zur Begabungsentfaltung beitragen kann. Die Expertise liefert wissenschaftliche Grundlagen, praxisnahe Empfehlungen und benennt Forschungsbedarfe, um Begabungsgerechtigkeit zu stärken und Kinder in ihren individuellen Entwicklungschancen gezielter zu unterstützen.

Handlungsempfehlungen

Die Expertise basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche zu EF und Hochbegabung. Es wurden relevante Studien und Fachartikel gesichtet, zentrale Fragestellungen erarbeitet und daraus praxisnahe Empfehlungen abgeleitet. Die Arbeit verbindet theoretische Grundlagen mit empirischen Grundlagen und leitet daraus Empfehlungen für Diagnostik, Förderung und weitere Forschung ab. Besonderes Augenmerk liegt auf der Bedeutung differenzierter Diagnostik und gezielter Förderung von EF, zum Beispiel um die Entstehung von Underachievement bei Hochbegabten zu vermeiden und sie darin zu unterstützen, ihre Potenziale optimal zu entfalten.

Bedeutung im Kita- und Schulalltag

Die Förderung der EF kann einen wichtigen Beitrag zur Begabungsgerechtigkeit leisten, indem sie hilft, Potenziale unabhängig von Herkunft oder sozialen Bedingungen zu erkennen und zu fördern. Bei Kindern mit einem hohen kognitiven Potenzial könnte es durchaus vorkommen, dass im Zusammenspiel mit unterschiedlichen Ausprägungen der EF eine Hochbegabung nicht vermutet wird und daher die Förderung nicht dem vorhandenen kognitiven Potenzial entspricht.

Besonders Kinder mit hohen Begabungspotenzialen, deren Umfeld ihre Talente vielleicht nicht immer sichtbar werden lässt, könnten so besser in den Blick genommen und gezielter gefördert werden. Damit leistet die Arbeit einen wichtigen Beitrag zu einem begabungsgerechteren Bildungssystem, für das sich die Karg-Stiftung einsetzt.

„Exekutive Funktionen gelten als Future Skills: Sie ermöglichen Kindern und Jugendlichen, sich selbst zu steuern, flexibel auf neue Herausforderungen zu reagieren und eigenverantwortlich zu handeln. Wer diese Kompetenzen stärkt, legt das Fundament für Bildungserfolg, Teilhabe und Gesundheit in einer sich wandelnden Welt“, so die Autorinnen, Dr. Carmen Hofmann, Anna M. Stegmüller und Laura M. Walk.

Kurzinfos

  • Name: Exekutive Funktionen: Welche Bedeutung haben sie für die Potenzialentfaltung von hochbegabten Kindern und Jugendlichen
  • Autorinnen: Dr. Carmen Hofmann, Anna M. Stegmüller, Laura M. Walk (ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen, Universität Ulm)
  • Herausgeberin: Karg-Stiftung
  • Open-Access-Publikation:
  • Zielgruppe: pädagogische Fachkräfte, Lehrpersonen, Schulpsycholog:innen, Berater:innen sowie Entscheidungsträger:innen im Bildungsbereich
  • Kooperationspartner: ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen, Universität Ulm, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie III



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